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Semmering-Basistunnel – Feierlicher Start der Tunnelarbeiten auf steirischer Seite

Der in drei große Tunnel-Abschnitte unterteilte Semmering-Basistunnel ist voll in Bau. Der offizielle Auftakt zum Start der Tunnelarbeiten für den dritten und letzten Tunnel-Abschnitt Grautschenhof in Spital a.S.  erfolgte durch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Dietmar Kerbis – Geschäftsführer der Marti GmbH Österreich, Franz Bauer -Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG und Tunnelpatin Martha Mühlburger – Vizerektorin der Montanuni Leoben.

Landeshauptmann Schützenhöfer bedankte sich bei den 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für die harte Arbeit, die sie leisten“. „Wir haben lange verhandelt“, führte Schützenhöfer aus, dass es „ein harter und steiniger Weg“ gewesen sei, bis der Semmering-Basistunnel zur Realisierung gekommen sei. Dieser bedeute „einen Quantensprung“. Wenn der Tunnel fertig sei, könne man verlangen, dass die Leute mit dem Zug fahren, weil die Fahrzeit massiv verkürzt werde. Der Tunnel bringe „viele Vorteile für die Steiermark“, so Schützenhöfer.

„Wer sich als Region dynamisch weiterentwickeln will, braucht eine ordentliche Anbindung“, betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Gespräch mit Moderator Franz Neger, dass man mit dem Semmering-Basistunnel für eine ordentliche Anbindung im Süden sorge. Dieser bringe allen etwas, führte Mikl-Leitner aus, dass dieser „wirtschaftliche Impulse“ auslöse, „unglaubliche Beschäftigung“ und „viele Vorteile für unsere Fahrgäste und den Gütertransport“ bringe.

Infrastrukturminister Leichtfried sagte, dass die Eisenbahn im Zentrum seiner Überlegungen im Infrastrukturbereich stehe. „Es macht uns stolz, dass wir in unserem Heimatbundesland an diesem Jahrhundertprojekt bauen dürfen“, sagte Kerbis, Geschäftsführer von Marti mit Sitz in Graz.Infrastrukturvorstand Bauer meinte: „Wenn’s unseren Kundinnen und Kunden gut geht, geht’s uns auch gut.“ Mit dem Semmering-Basistunnel wolle man „eine neue Dimension des Reisens und der Mobilität eröffnen und anbieten“ und es gelte auch, den Bahngüterverkehr auszubauen.

Nach der Segnung durch Pfarrer Johann Mosbacher und Lektorin Daniela Kaiser und dem Mineurs-Spruch durch die Bergleute sagte Martha Mühlburger, dass es ihr „eine große Ehre“ sei, Tunnelpatin zu sein. Sie wünschte den Mineuren, dass diese „immer wohlbehalten in den Tunnel hinein und auch wieder herauskommen“.

Mit einer Inszenierung des Tunnelanschlags „Eine Reise in 100 Meter Tiefe“ wurde der offizielle Startschuss für die bergmännischen Arbeiten gegeben.

Der Tunnel-Abschnitt Grautschenhof zwischen Spital am Semmering und Mürzzuschlag ist rund sieben Kilometer lang. Zwei 100 Meter tiefe Schächte wurden bereits gegraben, jetzt werden die beiden Tunnelröhren mit Baggern und Sprengungen sowohl in Richtung Mürzzuschlag als auch in Richtung Gloggnitz gegraben.